Neurodermitis: Körper durchdringen

Hypnosesitzung entstand im Rahmen meiner Forschungen zur Krankheitsentstehung diverser körperlicher und seelischer Leiden. Die Forschungen helfen mir die bewusstseins-integrative Psychotherapie über das gewöhnliche Maß von Fachbüchern und Weiterbildungen weiterzuentwickeln.

Der Ansatz ist, den Probanden in Trance zu begleiten und ihn im geöffneten Bewusstseinsraum die Gründe, Zusammenhänge und Ursachen einer Krankheit untersuchen zu lassen. Dabei werden ihm die Informationen in ähnlicher Art und Weise angeboten, wie dies in tiefenpsychologischen Trance-Sitzungen mit Symbolcharakter vorkommt.

Eine Transkription einer Trance-Sitzung (Hypnose) vom 17.09.2018. Die Probandin war zu diesem Zeitpunkt 58 Jahre alt. Als Mutter dreier Söhne war sie selbst nicht von Neurodermitis betroffen. Alle 3 Söhne hatten jedoch verschiedenartige und unterschiedlich lang anhaltende Leidenserfahrungen mit Neurodermitis.

Nachfolgend lesen Sie die ursprünglich aufgezeichnete Tonaufnahme als Text.

Es erfolgt eine an die Aufgabe und Situation angepasste Einleitung in die Trance (Hypnose) mit passenden Instruktionen. Daraufhin beginnt die Probandin seine Eindrücke zu schildern.

Das Interview zur Neurodermitis: Körper durchdringen

Mir ist heiß. Es brennt alles in mir.

Ja.

Alles.

Wie empfindest Du Dich dabei?

Ich bin dem so ausgeliefert. Ich kann nichts tun. Das ist alles die
… die Nerven … irgendwas brennt. Und … ich … wenn ich so
weitergehe, dann … komme ich so, wie so eine Waschanlage, durch so
ein … überall Wasser. So ein Tor wo überall Wasser fließt. Dann wird
es kurz besser. Und dann hört das wieder auf. Dann muss ich
weitergehen. Ich kann gar nicht dort stehenbleiben. Dann gehe ich dort
weiter und dann wird es wieder heiß.

Und um mich herum sind Menschen, die fuchteln alle rum und wollen mir
irgendwas sagen. Und ich will das gar nicht hören. Ich will einfach
nur meine Ruhe haben weil alles brennt und juckt und kratzt.
Alle wollen was von mir und ich will das alles gar nicht hören. Es sind
große und kleine. Immer muss ich irgendwas machen was ich nicht will. Einmal
soll ich hier lang gehen und dann zeigen sie mir einen anderen Weg. Dann
soll ich wieder da lang gehen. Ich will das alles nicht. Es ist laut und
chaotisch. Und … ich kann mich dem überhaupt nicht entziehen. Ich muss
dort lang. Es brennt und es tut weh.

Was denkst Du denn, warum sind die da alle um Dich rum und wollen was
von Dir?

Na die wollen … die sagen mir was ich machen sollen, was ich nicht
machen soll. Da steht ein Polizist, der zeigt mir die Richtung. Weil
ich … ich weiß nicht wo es sonst lang gehen soll, also gehe ich dort
lang.
Und dort steht die Schule auf die ich auch gegangen bin. Das … da soll
ich immer was machen, ich will das aber nicht machen. Das passt nicht zu
mir. Das bin ich nicht. Trotzdem muss ich das machen.
Dann kommt immer mal so ein Tor mit Wasser, oder sowas Flüssiges. Das tut
mal kurz gut und ich muss aber weiter, immer weiter, immer weiter.
Und ich will aber immer woanders lang.

Wo möchtest Du denn gerne hin?

Entweder wo niemand ist oder wo Leute sind, wo Menschen sind oder …
die etwas von mir wollen was ich auch will. Wo das übereinstimmt, weil
dann brennt das nicht.
Gehe jetzt gerade da lang. Da werde ich gefragt, was ich tun möchte oder
… da wird mir was gereicht und … ein Korb mit Obst. Und das gefällt
mir, das nehme ich und dann geht es mir gut. Und es brennt nicht. Jetzt
ist alles gut. Da ist Natur. Da bin ich drin in diesem Kreislauf irgendwie.

Im Kreislauf?

Ja, es ist wie ein Rhythmus. Es geht hoch und runter. Das passt alles
zu mir. So kann ich auch sein. Das andere wo ich gerade war, das passt
nicht zu mir, das stimmt nicht. Das ist unrhytmisch. Es ist künstlich.
Und wo ich jetzt bin ist alles natürlich. Es brennt nicht. Und ich
kann danach gehen ob ich das brauche was ich da bekomme oder bekommen
kann für mich. Ich bin da ganz im Frieden.

Was genau ist es was Dich da so in den Frieden bringt?

Weil das übereinstimmt mit mir. Weil das passt. Ich muss mich nicht
wehren … weil … ich kann … es passt einfach. Es fließt
ungehindert einfach so durch mich durch und keiner will etwas was ich
nicht will. Obwohl ich trotzdem was tun muss … ich muss jetzt dort
lang … ich muss irgendwas bauen … aber ich mache das. Wie so ein
Metallbaukasten, es stört mich nicht, ich mache das einfach und es
brennt nicht.
Und dann ist da wieder so ein Tor mit … oder so wie Wasser rauskommt,
es kühlt, es ist einfach nur gut. Es hat keine … nicht so wichtig, es
brennt ja nicht.

Ja, ich freue mich einfach dort weiterzugehen und die Leute zu
beobachten, die dort alle irgendwas machen. Kommt mir bekannt vor das
Bild.
Und ich kann hingehen, und muss es aber nicht, es zwingt mich niemand.

So eine Form von Freiheit?

Ja, Freiheit weil ich … weil das übereinstimmt. Nicht, dass ich
machen kann was ich will, aber es macht mir nichts aus die Dinge auch
zu tun. Es gibt da keinen Widerstand.

Ja, es passt zu Dir.

Ja. Und wenn ich jetzt mich umdrehen … oder so schräg nach hinten
gucke, wo das so schlimm war … oh mein Gott … das ist eine Qual
gewesen.

Und warum ist da so, wenn Du so zurückschaust, warum ist das Brennen,
dieses Feuer so entstanden in Dir? Worauf hat es vielleicht aufmerksam
gemacht? Was war der Sinn des Feuers?

Irgendwie war ich auch nicht ganz … da. Irgendwas hat gefehlt.

Spür nochmal nach. Schau Dich um.

Das Milde. … Ja, irgendwie bin ich nicht ganz da. Stehe so neben
mir. Und gucke mich an, weil da auch nicht rein.
Ein Außerhalb von mir. Irgendwas passt nicht zusammen.

Dann spür dem mal nach, warum da so ein Teil sich nicht einfügt. Was
gibt es da für Gefühle, Gedanken, das ein Teil sich nicht einfügt.

Ja, ich weiß, wenn ich mich einfüge, dann brennt es auch nicht mehr.
Aber es ist eine Lüge. Ich würde mich verraten.

Was könnte da so eine Lösung sein? Worum geht es da?

Das ist schwer. Ich sehe mich nur entweder hier oder da. Entweder mit
Abspaltung oder nicht. Also ich … ich weiß nicht. Wenn ich rein …
wenn alles rein geht dann, das tut ja so weh, das juckt, das brennt.
Ich will da gar nicht rein.

Kannst Du irgendwie herausfinden, warum das juckt und brennt?

Das ist nicht meins. Also irgendwie passt es nicht zusammen.

Der Körper und der Geist?

Ja … vielleicht … ja.

Lass Dir Zeit. Spür da mal rein, was da nicht passt.

Das ist wie so eine Verweigerung. Aber das ist nicht nur schlecht, das
ist auch gut sich zu verweigern. Und trotzdem ist das so eine Falle.

Was wäre da so die richtige Lösung für dich?

Ich muss aus diesen Widerständen raus. Aber die Widerstände sind ja
nicht gut, also, dass was da verlangt wird ist auch nicht gut. Es sind
zu viele Felder die da aufeinander prallen. Die passen alle nicht
zusammen. Es passt einfach nicht zusammen.

Wo kommt das her? Lass Dich mal durch die Zeit fallen, durch Raum und
Zeit fallen, wo das so herkommt.

Ich hatte eine andere Idee vom Leben.

Was wolltest Du?

Ich wollte das alles schön ist. Ich wollte einfach so diese schönen
Seiten erfahren.

Das Du was erfährst?

Die schönen Seite erfahre, erleben kann. Und dann muss ich Bedingungen
erfüllen. Entweder ich will diese Bedingungen nicht erfüllen oder die
sind schlecht. Es sind zwei, zwei Sachen.

Und wenn Du da so nach Vorne schaust, hast Du bestimmt eine andere
Idee vom Leben. Was könnte denn trotzdem der Grund sein, dass Du
dieses Leben mit diesen Widerständen, Bedingungen führen musst? Was
steckt dahinter, dass es Dich trotzdem wieder dahin zieht?

Ich bin völlig durcheinander. Und jetzt gerade völlig konfus.

Was wäre denn jetzt gut für Dich?

Jetzt weiß ich das. Weil ich in ein Chaos muss. Ich muss dort durch.

Was hat das mit Dir zu tun?

Ich muss das … ich weiß nicht … es ist alles durcheinander.

Gibt es vielleicht jetzt Jemanden der Dir in diesem Durcheinander
vielleicht helfen könnte. Jemand der für Dich wichtig sein könnte?

Das durcheinander ist davor … da ist noch niemand. Da ist niemand.

Ja, und ist Dir vielleicht wichtig das da jemand ist?

Da bin nur ich.

Ja, und wenn Du Dir jemanden wünschen könntest, der Dir vielleicht
etwas Orientierung gib, wer könnte da kommen.

Es ist eigentlich nur Gott.

Vielleicht kannst Du ihn ja mal fragen, was Dir wichtig ist.

Da sind so 2 Pfeile die so aufeinander zugerichtet sind. Und die 2
Pfeile, die soll ich von ihren Spitzen wegziehen und sie so
übereinander machen. So dass die Pfeile nicht aufeinander zu zeigen,
sondern jeder in eine … in die andere Richtung wo der andere
herkommt. So diesen Widerstand, dieses sich gegenüberstehen, das muss
ich auflösen.

Kannst Du das?

Ja. Aber ich muss das wissen.

Wissen?

Ich kann das nicht machen, wenn ich nicht weiß, das ich das muss.

Woher könnte da ein Hinweis kommen?

Wenn ich da stehe und alles brennt, dann weiß ich das nicht. Dann habe
ich das vergessen. Dann sehe ich bloß wieder, dass alle was von mir
wollen und ich dagegen ankämpfe.

Und was wäre in Bezug auf die Pfeile die Lösung in dieser Situation wo
alles brennt?

Es ist so viele … Pfeile die jetzt auf mich zukommen. Von
verschiedensten Sachen und Menschen und Häusern und … und wenn ich
die … ich kann die nur durch Feuer abwehren, durch Kampf, durch
Widerstand. Aber ich muss nicht alles abwehren, ich muss das nicht. Da
ist auch … ja …das ist auch mein Ego, das das nicht will …
vieles nicht will. Entweder das Ego, oder es passt wirklich nicht zu
mir. 2 Instanzen, 2 Sachen … ja. Und das vermischt sich und so weiß
ich nicht mehr was ich machen soll. Weil alles so unnatürlich ist. Das
Ego weiß gar nicht gegen was es kämpfen soll, es kämpft gegen das was
gut ist. Es kämpft nur, es brennt, es feuert um sich. Es ist so
sinnlos.

Kannst Du Dir dann jetzt helfen, was würde Dir helfen? Damit das Ego
nicht mehr so ziellos kämpft?

Da vieles einfach so lassen. Vor allem das was ich auch nicht ändern
kann. Und das was wirklich nicht passt … das verstehen.

Und wenn Du in so einem Leben, mit so einer Krankheit, mit so einem
Feuer konfrontiert bist. Gibt es da vielleicht, weil es eben so
besonders ist, eine ganz besondere Aufgabe, einen ganz besonderen Sinn
für Dich?

Wenn ich mich anpasse, ich mich anpasse, dann hört es auch auf. Aber
das ist ein Widerspruch, weil es ist ja nicht alles gut. Es verletzt
mich gleichzeitig wieder. Ich kann das nicht beeinflussen. Es ist so
schwer und so … sich selbst zu finden in diesem Chaos.

Ja, und gibt es da vielleicht einen höheren Plan dahinter für Dich?

Ja. Diese 2 Seiten in mir in Harmonie zu bringen. Einmal der Kämpfer,
der gegen alles Weltliche kämpft und einmal der andere der zulassen
kann und versteht, obwohl trotzdem nicht alles gut ist. Und das was
ausgelagert ist, das muss rein, das fehlt. Das kann nur rein, wenn das
Ego aufhört zu kämpfen, da ist kein Platz sonst da. Und wenn was
fehlt, ja, wenn das alles draußen bleibt was zu mir gehört. Wie wird
der Raum gefüllt? Mit anderen Energien und Sachen, das sind so graue
Wolken, die dann auch nicht zu mir gehören. Ich muss wirklich rein,
ich muss diesen Körper voll und ganz in Besitz nehmen.

Geht das?

Ja. Ich muss diesen Körper voll und ganz durchdringen. Das fühlt sich
unglaublich gut an.

Ja, schön. Ganz wichtig für Dich.

Ich habe ja den Körper erschaffen, dann muss ich ihn ja auch
durchdringen. Oder dann darf ich ihn auch durchdringen. Denn wenn der
Körper erschaffen ist und nicht durchdrungen, dann ist das sowas
künstliches, unwirkliches Leben. Dann sind das wie Roboter. Wie Puppen
ohne Seele.

Und wenn Du nun den Körper ganz eingenommen hast, ihn durchdringst,
was ist dann mit den Pfeilen, den Menschen, den Bedingungen? Was
passiert damit?

Sie gehen ohne Schmerz durch mich durch. Als würden sie durch mich
durchschießen und es passiert nichts. Es durchdringt mich einfach
wirkungslos. Da gibt es nicht mal eine Wunde, keinen Schmerz. Es
werden auch immer wieder weniger Pfeile. Da kommt mal einer her.

Die von außen auferlegten Bedingungen werden weniger?

Ja. Es kommen immer Vereinzelte.

Und wie fühlst Du Dich jetzt?

Jetzt fühle ich mich vollkommen durchdrungen von mir selbst. Voller
Energie. Es kribbelt und schwirrt, ganz hell neben mir und um mich
herum. Ich sehe die Pfeile bloß, ich spüre sie nicht. Sie tauchen nur
ab und zu auf. Sehe manche bei mir vorbeikommen, manche durch. Ist
egal.