Fixationspunkt

Fixation führt zu einer "Unschärfe" lässt die Welt verblassen.

Die visuelle Fixierung eines Fixationspunktes ist eine Induktion der Hypnose, welche dazu führt, dass der Hypnotisand seine Augen wird schließen wollen. Bei dem Fixationspunkt sollte es sich um einen neutralen Punkt handeln. Es können auch kleine Gegenstände oder Farbkontrasttafeln zum Einsatz kommen. Das stereotype Bild des Pendels kennt jeder. Das Pendel sollte hier jedoch nicht eingesetzt werden, oder der Löffel, da diese glänzenden Oberflächen bei ausreichender Konditionierung Spontantrancen im Alltag auslösen können.

Bei der Fixierung eines Punktes verändern sich die Pupillen. Die Pupillenstellung verändert sich während des Fixierens von eng nach weit, was das immer unschärfere Sehen des Punktes hervorbringt. Je näher der Fixationspunkt am Auge ist, können sich durch die Anstrengung die Konjunktiven erröten und trocknen. Dies führt in kurzer Zeit zu einem Augenbrennen und eine leichte Müdigkeit setzt ein. Das vegetative Nervensystem schaltet, sofern die Voraussetzungen gegeben sind, in den Parasympathikus. Dies führt zu einer Absenkung der Herz- und Atemfrequenz.

Hypnose üben

Nervensystem, Symphatikus, Parasymphatikus, Angstobjekt, Depression

Im übertragenen Sinn führt nicht nur die visuelle Fixation zu einer Umschaltung des unwillkürlichen Nervensystems, auch eine andere Form einer Fixation kann zur Umschaltung führen, vor allem in beide Richtungen. Eine Fixation auf eine bestimmte oder unbestimmte Angst (Fixationspunkt) kann “augenblicklich” das Nervensystem in den Symphatikus schalten. Der Mensch kommt sofort in einen Stresszustand.

So betrachtet führt die sinnliche, gedankliche oder affektive Fixierung auf ein Thema (Fokuspunkt) zu einer Unschärfe des Fixationspunktes selbst, während gleichzeitig die Umwelt ausgeblendet wird. Dies ist einer der Gründe warum wir Menschen während depressiver Zuständen meinen, dass niemand für uns da ist, obgleich eine Umwelt vorhanden ist.

Wir sehen also an dieser Einführung einer Augenfixationsmethode, dass diese physiologischen Effekte uns einiges über sonst damit nicht auf den ersten Blick verwandte psychische Disharmonien erklären können. Des Weiteren sehen wir, dass eben schwierige psychische Zustände eine Fixierung bedeuten. Während bei der Augenfixationsmethode der Fixationspunkt als ein “äußeres” Objekt erkannt wird (auch bei einer Angst: deswegen “Fight-or-flight”), und der Betroffene eben flüchten oder kämpfen kann, ist dies bei einem depressiven Zustand nicht mehr der Fall. Hier fällt der depressive Modus mit dem Subjekt zusammen und ist nicht mehr unterscheidbar, da die depressive Stimmung nicht als Objekt erkannt werden kann.

Wichtiger Einwurf: Der Modus “freeze” welcher oft auch den Ängsten zugeordnet wird, hat meines Erachtens nichts mehr mit der Angst zu tun. Hier hat bereits eine Depersonalisation stattgefunden, also ein wesentlich tieferes Stadium der Trance, was Ende nichts anderes ist als ein willkürliches oder eben unwillkürliches Verändern der Kontextebene eines Bewusstseins.