Weibliche Archetypen in der Archetypentherapie

Vom Mädchen zur Frau

In der heutigen kapitalistischen Gesellschaft wird zunehmend der Frau die Möglichkeit entzogen ihre verschiedenen natürlichen Entwicklungsabschnitte in Hingabe und Passivität durchleben zu können. Das Mädchen, die Jungfrau und die werdende Mutter werden mit vielen hypnotischen und manipulativen Techniken ihrer wesensgemäßen Natur soweit entzogen, dass sie das Mutter-Dasein bewusst oder unbewusst ablehnen.

In einer Gesellschaft in der Leistung und Konkurrenz Leitideale sind, ist das fürsorgliche Mutter-Sein mehr und mehr verpönt. So trägt auch der Feminismus seinen Anteil daran, der potenziell gütigen Mutter eine Maske aufzusetzen. So kann nun die Frau als Mann verkleidet so sehr einen Mann mimen, bis durch allerlei Krankheit sie im schlimmsten Falle Gebärmutter und Brust verliert. Durch das ihr manipulativ oktroyierte falsche Leben, erhält sie die Möglichkeit, ohne die sie in ihrem Wesen kennzeichnenden Organe leben zu können.

So will sie es auch. Denn dies ist der Wille der heutigen Machtelite, aus jedem Menschen Kapital zu schlagen. Als Konsumenten und Arbeitssklaven.

Durch die Schwächung des Mannes, muss sie die Rhythmen eines krankhaften und nie erwachsen gewordenen Tyrannen-Patriarchats durchleben, welcher ihr die Möglichkeit nimmt, in Würde und Passivität ihren eigenen wesensgemäßen Zyklus und ihre Menstruation erleben zu können.

Besonders in der Trance können Sie in Kontakt kommen mit den femininen Archetypen Tochter, Jungfrau, Mutter, Amazone, Priesterin, Hebamme und einigen anderen mehr.

Je nach aktueller Lebensphase und Lebensfortschritt kann in der trance-integrativen Psychotherapie eine hierarchisch sinnvolle Integration der reifen weiblichen Archetypen in das eigene bewusste Erlebnis- und Verhaltensvermögen fokussiert werden.

Metaphorische Erzählung zu weiblichen Archetypen

Mond, Wasser, Passivität, Empfängnis, Güte, Hingabe

Als junge Tochter spüre ich die Lebenslust. Ich kann diese Lebenslust und Lebensfreude oft ein Leben lang bewahren, wenn mein Vater sich die Zeit nehmen konnte auf mich einzugehen.

Er ist der erste Mann in meinem Leben. Unauslöschbar prägt sich mir ein, wie er auf mich eingeht, wie er mich berührt und wie ich ihn berühren kann. Von ihm lerne ich wie der gegengeschlechtliche Partner mit mir umgeht.

Mein Vater schützt mich vor äußeren Einflüssen, so dass ich tanzen und singen kann, laufen und hüpfen kann, wie es mir gefällt.

Voller Stolz gewährt er mir meinen Wunsch nach Freiheit und Intimität mit dem ihm gleichen Geschlecht. Ich spüre seine schützende Hand auf meiner Schulter während ich beginne mich mit meiner Körperlichkeit und Sinnlichkeit auseinanderzusetzen.

Nach den ersten intimen Kontakten, durch welche ich mich selbst besser kennenlerne, gehe ich tiefere Freundschaften zu anderen jungen Frauen ein.

Das patriarchale Gebaren findet bei uns keinen Platz. Wir gehen nicht in Konkurrenz, noch zicken wir uns an. Wir begleiten einander um zu experimentieren. Die Welt ist unser Forschungslabor. Wir probieren uns aus. Noch wild und ungestüm. Wir geben uns Rückhalt auch in existenziellen Krisen.

Wenn wir weiterhin in unserer Weiblichkeit bleiben und nicht aufhören zu reifen, werden wir auch den Partner der Anderen an Ihrer Seite unberührt achten. Wir wollen für unsere Blutsschwestern das Beste. Und so können wir tatsächlich bis das der Tod uns scheidet Blutsschwestern bleiben.

Anmut zeichnet mich aus. Und so bin ich Geliebte und Liebende. Und darin erkenne ich meine Lust und meinen Sinn. Jetzt kann ich Mutter werden, für ein Kind oder eine Idee.

Jetzt bin ich bereit mich einer wundervollen Schöpfung hinzugeben. Ich kann hier sein in Hingabe, Fürsorge und Güte. Ich kann mein Gegenüber ernähren mit Gefühl und Nähe. Mit allem was ich bin.

Und auf diesem Weg des „in die Welt bringen“, bin ich nicht nur Zeugin sondern aktive Förderin. Ich unterstütze mit meinem passiven Wesen das Strahlen und Leuchten meiner Kinder oder meiner Ideen sichtbar werden zu lassen. Dabei kann ich mich immer wieder als Tochter erfahren. Als Springende, als Hüpfende, als Singende und als Tanzende. So durchlebe ich meine Gegenwart mit noch mehr Lebenslust und Lebensfreude.

Und so bin ich immer wieder bereit an meine Grenzen zu gehen, sogar bis an das Ende der Welt, um denen welche eine Hebamme brauchen eine zu sein. In der Not beizustehen, welche ich bereits selbst durchgestanden habe.

Alsbald kommt die Zeit Verpflichtungen loszulassen, alles und jeden ziehen zu lassen und mich mit der Amazone in mir zu verbinden. Gereift verspüre ich wie in jungen Jahren als Geliebte wieder die Lust an Unabhängigkeit, Freiheit und Wildheit. Ich verletze den Anstand. Breche das Tabu.

Ich erprobe meine Eigenständigkeit mit nun einer reiferen Form meiner Identität an neuen Orten und vielen Zeiten.

So entdecke ich meinen Reichtum, erkenne durch Neues meine stille Wandlung. Ich bin nun mehr als Tochter und Mutter. Mehr als Gewordene und Gebärende.

Und so kann ich jetzt sehr bewusst offene Türen anbieten und andere teilhaben lassen an meinem umfangreichen Wissen und kann diesem geistig und nährend Ausdruck verleihen.

Es kommt die Zeit zu welcher ich mich von meiner weiblichen Fruchtbarkeit verabschiede, und mich nach den Erfahrungen von Körperlichkeit und Sinnlichkeit jetzt der geistigen, der spirituellen Welt widme.

Ich schaue nach Innen und erforsche die göttliche Anwesenheit in meiner Welt.

Dazu initiiere ich auch Frauengruppen um im Lichte der Göttlichkeit unser weibliches Wesen in seiner vollen Glorie zu erkennen. Jetzt ist die Reife dafür da.

Ich beginne das geistige Leben an andere Frauen weiterzugeben.

Durch die Erlangung neuen Wissens über uns Frauen und unsere wesensmäßige Einzigartigkeit, kann ich nun endlich junge Frauen dabei begleiten, sich mit ihren Pflichten und Aufgaben zu versöhnen und sich aufgrund ihrer Rechte in die Heilung zu begeben.

Ich bin mir der Geheimnisse des Lebens und des Todes bewusst geworden und erkenne mich nun selbst als Ewigkeit.

Jetzt schaue ich mit Frieden und Wohlwollen auf die Anderen. Bin wieder in meiner Passivität ein Vorbild und forme wie als junge Mutter abermals die Menschen, nun in einem größeren Kreis.

Zur Zeit von Befreiung und Verwandlung bin ich bereit zu sterben, um mich in neuer Form erneut zu gebären.

Ich habe das Schicksal Frau gewesen zu sein mit Freude gelebt, den als ewiger Geist weiß ich, dass ich geschlechtslos und ewig bin. Und so werde ich mich durchaus auch als Mann inkarnieren. Ich hatte schon früh verstanden, dass es falsch ist, den törichten Verführungen einer verlogenen Gesellschaft darin zu folgen, mich als Frau im Patriarchat als Mann zu gebärden.