Inklusion in der Psychodynamik

Das „Einschließen“ psychischer Inhalte zu wirklicher Verschmelzung

Im positiven Sinne: Der Mensch findet sein Seelenheil. Alles bisher Erfahrene fügt sich zu einer dem Selbst gleichenden Komposition an Erlebtem und Widerfahrenem ein. Erinnertes und Verborgenes bilden einen Gleichklang, sodass alles Bewusste im Wahrnehmungsraum vom beobachtend lebenden Menschen harmonisch gedeutet werden kann. Alles in der Wahrnehmung Befindliche kann eingeschlossen bleiben, weil ein jedes Informationsteilchen sich in Harmonie zu einem jeden anderen verhält. Keines drängt sich weg. Damit herrscht Ruhe.

Im negativen Sinne: Die Beharrlichkeit an etwas festhalten zu wollen, welches sich dem Wahrnehmungsraum im realen Leben zu entziehen versucht oder sich bereits entzogen hat, kann den Beharrlichen in eine stürmische See verwandeln. Ist man den äußeren Bedingungen unterlegen, wird zwanghaft eine Phantasie erzeugt, um einen Ersatz zu schaffen, da sonst – sich selbst suggerierend – eine Leere die Seele untröstlich leiden lassen würde. Perspektivenwechsel reichen zur Loslösung des dem eigenem Selbst Entzogenem nicht aus. Eine 360° Umsicht kann nur aus der inneren alles und jeden einbeziehenden imaginierten Schau erhalten werden.