Segregation in der Psychodynamik

Das „Absondern“ psychischer Inhalte in die konstruierten Schubladen

Im positiven Sinne: Wenn „Gleiches und Ähnliches“ um sich herum zu einer Ordnung gebracht wird, um sich dadurch selbst in günstigen Verhältnissen und Eigenschaften zum eigenen Wohl zugriffsbereit zu machen. Dies bringt die Gewissheit zu wissen, wo ich jenes und dieses (das Besondere) erleben kann, ohne unbedingt allem in mir selbst den Platz dafür einzuräumen.

Im negativen Sinne: Sich „Etwas“ oder „Jemandem“ zugehörig fühlen bedingt zu Anderen und Anderem einen Unterschied zu machen. Wenn das Andere, aufgrund der eigenen Denkhaltung (Identifikation), von sich abgeschieden werden soll, kann Leere entstehen. Diese Leere wird nur mit Druck aufrechterhalten, weil sich das Andere zwangsläufig im eigenen Sog (Polarität) zur Leere verhält. Das „Abgesonderte“ will immer auch als etwas „Besonderes“ erkannt werden. Dies dient der Vervollständigung und damit der Annahme anderer Sichtweisen.